Erziehung

Motivation und liebevolle Konsequenz sind das Rezept.

Da Hunden „Moral“ und das Gefühl für  „Gut“ und „Böse“ gänzlich fehlt, kann es niemals um Strafen gehen,sondern immer um Lenkung und leicht verständliche, motivierende Korrektur.

Ihr kleiner Ridgeback entwickelt sich als Vertreter einer sehr „spätreifen Rasse“ über die ersten beiden Lebensjahre zum erwachsenen Hund.
Rassetypisch braucht er in dieser Zeit und sein ganzes Leben lang besonders viel Kontakt zu seinem Besitzer/ Rudel.

Bereits bei uns knüpfen die Welpen soziale Kontakte zum Menschen und lernen erste „Kommandos“ kennen. Wir beginnen ab der dritten Woche, die Welpen zu rufen und bahnen erste „Signale“ an.
Dazu nutzen wir vorwiegend die drei Hilfsmittel: Körpersprache / Gestik und Mimik
Stimme und Sprache Lob durch Sozialkontakt, Spiel oder Futter .
Bei jedem Besuch trainieren wir gemeinsam mit unseren Welpenkäufern und Welpen die  „Hundesprache“ und versuchen einen möglichst guten Kontakt  zwischen beiden zu knüpfen, bevor die Welpen unser Haus verlassen.

Dabei spielt die Aufklärung über die Besonderheiten der Rasse eine bedeutende Rolle.
In unseren „Welpentipps“  werden die ersten wichtigen Erziehungsgrundregeln genau erklärt. In Afrika liegt, wie gesagt die Hauptaufgabe des RR neben der Jagd und Fährtenarbeit in der Bewachung der Anwesen.

Dementsprechend ist ein Ridgeback  recht „territorial“ veranlagt. Er wird mit zunehmendem Alter sowohl Wohnung, Haus und Garten als auch z.B. das Auto vor unerwünschten und ungebetenen Gästen beschützen.

Der Besitzer sollte also von Anfang an seinem Hund vermitteln, dass der Besuch von vermeintlichen Eindringlingen (Freunde und Gäste) in Ordnung ist und akzeptiert werden muss. Ist ein Besucher erst einmal in den Kreis der Freunde aufgenommen, wechselt die anfängliche Reserviertheit gegenüber Fremden schnell in Freude.

Die zweite „Passion“ eines Ridgebacks ist die Jagd. Sie sind hervorragende Fährtenhunde und gehen diesem „Hobby“natürlich sehr eigenständig nach, wenn nicht früh und konsequent gelenkt und anderweitig motiviert wird. Soziale Bindung an den Besitzer und natürlich eine qualitativ hochwertige Beschäftigung und Auslastung sind hier die Zauberwörter, die uns ermöglichen, mit unseren Hunden durch wildreiches Gelände zu gehen/ reiten / Fahrrad zu fahren, ohne die Kontrolle zu verlieren. Da Ridgebacks oft als „nicht ganz einfach zu erziehen“ und „sehr sensibel“ bezeichnet werden, begehen Neulinge dieser Rasse bisweilen den Fehler, den jungen Hund zu schonen und
vor jeglichem Stress zu bewahren. Dabei wird in der Regel versäumt, den jungen Ridgeback altersgemäss zu fordern und zu fördern.

Wie beim guten Züchter bereits grundgelegt und angebahnt, muss jedem Welpen im neuen Zuhause von Anfang an abverlangt werden, Befehlen zu gehorchen, die seinem Alter und Entwicklungsstand angepasst sind. Er muss mit immer neuen Anreizen und Lebenssituationen konfrontiert werden, eventuell eine gut betreute Welpenschule besuchen und darüber hinaus möglichst täglichen Kontakt zu anderen Hunden haben,
um ein sicheres Sozialverhalten zu entwickeln. Er braucht Beschäftigung für „Körper und Geist“, sowohl sein Laufbedürfnis als auch seine Intelligenz müssen gefordert werden, damit er ein ausgeglichener und gesunder Hund bleibt. Auf Wunsch entwickeln wir gemeinsam mit jedem Käufer ein individuelles Konzept, das seinem Welpen
genügend Kopfarbeit und Spaß bereitet und auf der Basis von Motivation und liebevoller Konsequenz einen selbstsicheren, gut erzogenen Hund zum Ziel hat. Selbstverständlich haben wir ein Hundeleben lang ein offenes Ohr für Wünsche, Fragen und Anregungen  unserer Welpenkäufer und bieten gegebenenfalls Welpenspielstunden in der gemischten Gruppe, Junghundetraining und/ oder Erziehungshilfen an. Ridgebacks sind intelligente, sensible Hunde. Mit Befehlen im „Kasernen-Ton“ oder Bestrafungen erzeugt man unnötigen Widerstand, Misstrauen und Unsicherheit. Ihre Erziehung fordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl, Selbstkontrolle und Konsequenz.

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